ISP – Trommelstrahlanlage ET 800
Werkstückbezeichnung:
Verschiedene Werkstücke die mit Ölen, Fetten, Emulsionen, Rost, Zunder oder anderen Verunreinigungen behaftet sind
Werkstückmaterial:
In erster Linie metallische Werkstücke, aber auch mineralische Werkstücke oder auch Werkstücke aus Kunststoff sind denkbar
Werkstückabmessungen:
min. 5 x 5 x 5 x 5 mm | max. 30 x 30 x 30 mm
(Länge x Breite x Höhe)
Andere Abmessungen nach Durchführung von Versuchen
Max. Chargenvolumen:
20 Liter Schüttvolumen
Max. Chargengewicht:
25 kg. (optional erweiterbar auf 50 kg.)
Verfügbare Bandausführung:
Lochung 2 mm
Bearbeitungsaufgabe:
Reinigen, Entfetten, Entrosten, Entzundern, Entlacken, Passivieren
Normale Verarbeitungszeit:
5 – 15 Minuten (abhängig von der Art der Verunreinigung)
Endzustand:
Gereinigte Oberfläche ohne spezifizierte Anforderungen an Restschmutz und ggf. Korrosionsschutz
Prozessmittel:
Strahlmittel, Reinigungsmittel, Prozesswasserreiniger und ggf. Entschäumer oder Passivierungsmittel
Prozesswasseraufbereitung:
Kratzförderer – Filtermodul oder Zentrifugensystem
Verfahrensbeschreibung:
Das Prinzip der Nassstrahltechnik hat sich seit mehreren Jahrzehnten als äußerst effektives und leistungsfähiges Reinigungssystem bewährt.
Die hier beschriebene ISP – Nassstrahlanlage ET 800 ist eine Trommel – Nassstrahlanlage auf Düsenbasis, die insbesondere dafür ausgelegt ist, um an sehr kleinen Bauteilen Verunreinigungen wie Öle, Fette, Emulsionen, Rost, Zunder, Farbe oder sonstige organische Verunreinigungen zu entfernen. Diese ist standardmäßig mit einer Prozesskammer, 4 Strahldüsen, einer Spühldüse und eine Drehtrommel ausgestattet, welche Bauteile vor den Strahldüsen / der Spühldüse bewegt und damit eine Bearbeitung aller an den Bauteilen zu reinigenden Bereiche in einem mehrstufigen Prozess (Strahlen + Waschen + Spülen + Nachtrocknen) ermöglicht.
Über einen speziell ausgeführten Prozesswassertank unter der Prozesskammer, welcher für Wartungszwecke sehr gut zugänglich ist, wird die Strahlmittelkonzentration im Prozesswasser sichergestellt und die Strahldüsen mit einem Mix aus Prozesswasser und Strahlmittel versorgt. Nach dem Strahl- / Waschvorgang mit heißem Prozesswasser werden die Bauteile über eine Spühldüse mit gefiltertem Wasser gespült. Durch die angenommene Eigenwärme und optionalem Abblasen der Bauteile trocknen diese nach ohne dass ein zusätzlicher Trocknungsvorgang erfolgen muss. Nach der Reinigung fließt das Prozesswasser, angereichert mit Verunreinigungen, in den Prozesswassertank zurück und wird im Kreislauf geführt.
Durch ein separates Prozesswasser – Filtermodul (alternativ Reinigungssystem ET 1450 SEP-T) wird das Prozesswasser kontinuierlich von Feststoffen (zum Teil auch von Ölen / Emulsionen) gereinigt bzw. die Lebensdauer des im Kreislauf geführten Prozesswassers maximal verlängert.
Die Steuerung aller Prozesse erfolgt über eine SPS – Steuerung. Über ein Touch Panel können Verfahrensparameter wie Strahlzeit, Strahldruck, Trommeldrehzahl, Badtemperatur, Abblaszeit oder Nachtrocknungszeit eingestellt werden.
Das Be- und Entladen der Nassstrahlanlage erfolgt jeweils manuell im Frontbereich der Anlage.
Durch die Zugabe von speziell für das Nassstrahlen entwickelte Verfahrensmittel wird das Reinigungsergebnis an den zu reinigenden Bauteilen deutlich verbessert, bei Stahlteilen ein Korrosionsschutz erzielt und zusätzlich die Prozesswasserreinigung unterstützt.
Hauptmerkmale:
- Trommel – Nassstrahlanlagen sind dafür ausgelegt um sehr kleine schüttfähige Werkstücke in einer Chargenbearbeitung allseitig zu reinigen, entfetten, entrosten, entzundern, entlacken, passivieren und / oder bei einer schlagunempfindlichen Einzelteilbearbeitung ein feines, homogenes, geglättetes, satiniertes und ansprechendes Oberflächenbild zu erzielen
- Unsere Trommel – Nassstrahlanlagen kommen daher unter anderem auch sehr umfangreich bei der automatisierten Nachbearbeitung von additiv gefertigten metallischen Bauteilen zum Einsatz
- Alternativ hierzu ist es auch möglich, bei entsprechender Verfahrenseinstellung, Bauteile aufzurauen und chemisch vorzubehandeln, um dadurch beispielsweise eine optimale beschichtungsfähige Oberfläche zu erreichen
- Stahlbauteile werden bei der Bearbeitung mit einem Korrosionsschutz versehen, so dass diese (anders als bei Trockenstrahlverfahren) nach der Bearbeitung nicht rosten
- In der Nassstrahltechnik können auf Grund der Einbettung in Wasser alle handelsüblichen korrosionsbeständigen metallische, mineralische oder Kunststoff – Strahlmittel verschleißarm eingesetzt werden
- Die Prozesse Strahlen + Waschen + Spülen + Nachtrocknen von Bauteilen erfolgen in einem Anlagensystem
- Unsere Trommel – Nassstrahlanlagensysteme sind mit einer umfangreichen Prozessüberwachung ausgestattet, so dass der Betrieb einer entsprechenden Nassstrahlanlage sehr betreuungsarm, wartungsarm und zuverlässig möglich ist
- Bei Nassstrahlanwendungen entsteht kein Staub und kein Explosionsrisiko, so dass auch bei der Bearbeitung von explosionsgefährdeten Materialien (Aluminium, Magnesium, Zink etc.) keine Einhaltung von ATEX – Vorschriften erforderlich ist
Sie interessieren sich in der Strahltechnik für die unschlagbaren Vorteile von Nassstrahlanlagen?

Ihr Ansprechpartner
Bertram Klee